Brustimplantat: Unterschied zwischen unter- und oberhalb des Brustmuskels
Warum werden Brustimplantate so oft unter dem Brustmuskel platziert? Wann welche Lage sinnvoll ist und welche Vorteile die jeweilige Methode bietet.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass der Brustmuskel zur weiblichen Brust dazugehört. Der Brustmuskel erstreckt sich bis unter das Schlüsselbein, wo lange keine weibliche Brust mehr ist. Das heißt, anatomisch gehört der Brustmuskel nicht zur weiblichen Brust dazu. Warum werden Brustimplantate dann so oft unterhalb des Brustmuskels platziert?
Weil das darüberliegende Gewebe, also die weibliche Brust, meist zu dünn ist. Wenn hier nicht genug Eigengewebe besteht, kann das Implantat über dem Brustmuskel sicht- und tastbar werden. Ein Implantat unterhalb des Brustmuskels ist in der Regel immer möglich, oberhalb des Brustmuskels geht es nur, wenn schon genügend eigene Brust vorhanden ist.
Wann wird ein Implantat oberhalb des Brustmuskels gesetzt?
Wenn eine Patientin genügend Eigengewebe hat, kann man problemlos ein Implantat über den Brustmuskel setzen und es ist nicht sichtbar oder tastbar. Hier wird das Implantat zwischen dem eigenen Drüsengewebe der Patientin und dem Brustmuskel platziert. Die Vorteile von einem Brustimplantat über dem Brustmuskel sind die schnellere Genesung nach der Operation aufgrund von geringeren Schmerzen.
Wann wird ein Implantat unterhalb des Brustmuskels gesetzt?
Wenn das Gewebe zu dünn ist und man platziert ein Implantat über dem Brustmuskel, dann werden die Ränder des Implantats unter Umständen tast- oder sichtbar werden. Hier wird also die Positionierung des Implantats unter dem Brustmuskel gewählt. Diese Lage führt dazu, dass der Brustmuskel den oberen und inneren Anteil des Implantats bedeckt. Speziell für schlanke Patientinnen mit wenig Eigenfettgewebe ist diese Methode von Vorteil.